Wenn kein Ei dem anderen gleicht. Spritzguss mit den Launen der Natur. 

Können wir lernen, Schwankungen effizienter auszugleichen, Spritzguss-Prozesse damit besser an die Charakteristik von Naturwerkstoffen anzupassen? Ist es möglich, die Komplexität und Anzahl der Inhaltsstoffe und Additive von bio-basierten Compounds zu reduzieren und damit die Re- und Upcycling-Prozesse voranzutreiben? 

Anlässlich der K 2019 haben wir uns gemeinsam mit unserem Partner Wittmann Battenfeld und führenden Forschungseinrichtungen und Universitäten einer zentralen Herausforderung der Circular Economy an die Kunststoff Branche gestellt und diese am Beispiel eines aus lediglich 3 Komponenten bestehenden bio-basierten Compounds gelöst.

Auf fossilen Brennstoffen basierende Compounds haben eine große Stärke. Den engen Spezifikationen der industriellen Fertigung folgend, ermöglichen sie geringe Schwankungen, beispielsweise bei MFR, Scherstabilität oder anderen für die Verarbeitung wichtigen Kennwerten. Das ist bei bio-basierten Werkstoffen nicht der Fall. Wollen wir nun im Spritzguss vermehrt mit diesen arbeiten und nicht so weit modifizieren, dass ihre natürliche Charakteristik verloren geht, müssen wir mittels innovativer Lösungen in der Programm- und Steuerungstechnik Schwankungen nicht nur besser ausgleichen, sondern mit Hilfe dieser Prozesse positive Eigenschaften der Naturwerkstoffe erhalten.

Den „Proof of Concept“ zeigen wir auf der K 2019 „live“ anhand der Herstellung eines Verpackungsprodukts für die Kosmetikindustrie. Auf einer Mehrkomponenten-Maschine werden Kosmetiktiegel mit Deckel aus einem komplett auf Naturmaterialien basierenden Werkstoff hergestellt, der ohne Verlust der materialtechnischen Eigenschaften recyclierbar ist.

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